Assoziation Marxistischer Studierender AMS Jena Logo Hochschulgruppe

Unser Selbstverständnis:

Als Assoziation Marxistischer Studierender in Jena wollen wir das Bewußtsein dafür stärken, dass Studierende ebenso wie Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose vom vorranschreitenden Demokratie- und Sozialabbau betroffen sind und sich darum mit ihnen verbünden müssen, um etwas zu erreichen. Es ist notwendig, dass Studierende gemeinsam mit allen Opfern des Sozialkahlschlags aktiv werden und für ihre Rechte kämpfen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, in Bildungs- und Diskussionsveranstaltung Alternativen zur herrschenden Politik aufzuzeigen, die ausschließlich den Interessen der großen Kapitaleigner dient. Damit wollen wir einen Beitrag zur Politisierung der Studierenden und zur weiteren Entwicklung progressiver Gegenmacht leisten.


Ein kurzer Überblick über einige unserer Schwerpunkte, bisherige und geplante Veranstaltungen:

Arbeitskampf ist Bildungskampf
Im Arbeitsleben und an der Hochschule begegnen uns täglich soziale Ungerechtigkeiten und der Konkurrenzdruck der Marktwirtschaft. Das merken Mitarbeiter (prekäre Arbeitsverhältnisse) genauso wie Studierende (z.B. Studiengebühren; Verschulung des Studiums). Im Vorfeld einer Kundgebung der Hochschulmitarbeiter im Februar 2009, u.a. mit der Forderung von 8% mehr Lohn, boten wir eine Diskussionsveranstaltung zur Vernetzung der gesellschaftlichen Kämpfe an. Denn was die Ausgelernten angeht, geht auch die Lernenden an. Entweder indirekt, als Nutzer von Dienstleistungen und Lernangeboten oder direkt, nach abgeschlossenem Studium bei der Suche nach Arbeit. Hat man als Studierter tatsächlich bessere Chancen auf ein erfülltes, sicheres Leben? Oder wird man in diesem System, welches nach Gesetzen des Privateigentums, des Profitstrebens und chaotischer Warenproduktion funktioniert, auch nur ausgebeutet, instrumentalisiert, oder gar fallengelassen? Diese Fragen möchten wir demnächst bei einer Diskussionsveranstaltung erörtern.

Die Krise – Ein Symptom des Kapitalismus
Als Kommunisten ist uns bewusst, dass die derzeitige Wirtschaftskrise keineswegs von gierigen, zockenden Bänkern und Spekulanten verursacht wurde, wie uns in den meisten Medien gerne suggeriert wird. Krisen sind im Kapitalismus systembedingt und treten immer wieder auf. In zwei Veranstaltungen nahmen wir die Krise auseinander, betrachteten Ursachen, Verlauf und Folgen dieser und vergangener Krisen und stellten dar, warum der einzige Weg zur Überwindung kapitalistischer Krisen die Überwindung des Kapitalismus ist.

Gegen Unterdrückung und Repression
Mittel zur Warenproduktion (also Maschinen, Verfahren …) werden ständig weiterentwickelt. Im Kapitalismus führt das zu Überproduktion und Krisen. Die Folge: Prekäre Arbeitsverhältnisse, Kurzarbeit und Entlassungen. Die Arbeitslosenzahl steigt tendenziell. Gemeinsam mit dem KSK (Kommando Sozialkräfte) werden wir in einer Diskussionsveranstaltung die Geschichte des Sozialabbaus sowie die soziale und rechtliche Situation von ALG-II-Empfängern beleuchten.

Wahrung der Privatsphäre ist ein Grundrecht, das ständigen Angriffen durch Schäuble und Co ausgesetzt ist, vor allem im Internetzeitalter. Demnächst bieten wir zusammen mit dem Chaos-Computer-Club ein Seminar zur Internetsicherheit an.

Faschistischen Tendenzen entgegentreten
Kampf gegen neuaufkeimenden Faschismus ist ein wichtiges Anliegen für viele Menschen, was man z. B. an der hohen Menschenzahl bei den Gegenaktivitäten zum Faschistenaufmarsch „Fest der Völker“ schon mehrfach sehen konnte. Faschistische Tendenzen verstecken sich aber auch in der zunehmenden Verknüpfung von Polizei, Kommunen und zivilem Katastrophenschutz mit der Bundeswehr. Eine Entwicklung, die erschreckende Parallelen zu Ereignissen in der Weimarer Republik aufweist. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem „Jugendausschuß Notstand der Republik“ gab es bereits und eine ähnliche ist wieder in Planung.

In einem anderen Referat befassten wir uns mit Entwicklung und Zweck der Burschenschaften. Trotz aller Distanzierungen vieler Burschenschaften von neofaschistischen Organisationen besteht kein Zweifel, dass die schlagenden Traditionsvereine ihrem Wesen nach weiterhin konservativ und chauvinistisch sind. Im Besonderen kann auch die enge Verquickung der Jenenser Normannia mit den Faschistischen der NPD und deren gewaltbereiten JN nicht ernsthaft bestritten werden.

Freie Wissenschaft?
In einem Erfahrungsbericht zeigten wir die Abwicklung verdienter und angesehener Wissenschaftler der DDR in den Jahren 1990f auf. Diese zählt zu den unrühmlichen Höhepunkten der jüngeren Geschichte unserer Universität. Trotz qualitativ hochwertiger Forschung, die auch außerhalb der Grenzen der Warschauer Vertrag Staaten Würdigung erhielt, musste nach dem Beitritt der DDR zur BRD ein Großteil der Wissenschaftler ihre Lehre aufgeben oder wurde einer fragwürdigen Gesinnungsprüfung unterzogen. Ganze Institute wurden eingestampft. Die Freiheit der Wissenschaft fiel einem politisch-ideologischen Kalkül zum Opfer, wie es in der Geschichte seinesgleichen sucht

Internationale Solidarität
Unsere Solidarität gehört aufstrebenden Ländern wie Venezuela, in denen soziale Errungenschaften gegen die konservative Elite des Landes durchgesetzt und verteidigt werden können. Die Botschafterin Venezuelas sprach bei uns über den bolivarianischen Prozess in ihrem Land.
Solidarisch sind wir auch mit der Volksrepublik China gegenüber Verleumdungen westlicher Massenmedien und führender Politiker bezüglich der angeblichen Besetzung und Unterdrückung Tibets durch Chinesen. Unser Referent, der sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigte und die Region mehrfach bereiste, konnte mit einigen hierzulande verbreiteten Halb- und Unwahrheiten aufräumen.
Alle unterdrückten Bevölkerungsschichten in den Ländern dieser Welt haben unsere volle Solidarität. Wie zum Beispiel die verarmte Bevölkerung Kolumbiens, die von einem reaktionären und korrupten Regime im Dienste ausländischer Unternehmen ausgebeutet und terrorisiert wird.


Planungskomitee:

Wir treffen uns jeden Mittwoch 12 Uhr in der Philo-Mensa zu unserem Arbeitstreffen und gemeinsamen Mittagessen. Dort werten wir Vergangenes aus und planen zukünftige Veranstaltungen. Wir sind ein offenes Bündnis und wer Ideen für Vorträge, Diskussionsabende oder andere Veranstaltungen hat, oder uns bei der Vorbereitung der nächsten Aktivitäten helfen möchte, ist herzlich zum Arbeitstreffen eingeladen. Wer zu unseren nächsten Veranstaltungen informiert werden möchte, kann uns einfach eine E-Mail schreiben.

Kontakt

E-Mail: AMS-Jena@gmx.de




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